Informationstafel am Jüdischen Friedhof aufgestellt

Seit einigen Jahren veranstaltet die Ortsgemeinde Jugenheim jeweils Anfang November Vortragsabende, die dem Gedenken an die Reichpogromnacht vom 9. November.1938 dienen. Themen waren die Geschichte über die jüdischen Familien aus Jugenheim (Wolfhard Klein) oder die Bedeutung des jüdischen Bezirksfriedhofes in der Region (Dr. Anke Joisten-Pruschke, Dr. Wolfgang Hoppe).

Für dieses Jahr war von der Ortsgemeinde geplant, eine Informationstafel am jüdischen Friedhof aufzustellen. Aufgrund der aktuellen Corona-Beschränkungen musste eine öffentliche Übergabe leider abgesagt werden.

Die Informationstafel lehnt sich an das Design der im Ortsbild bereits existierenden Infotafeln an. Neben Informationen und Fotografien zur Geschichte des jüdischen Friedhofs wird der Betrachter auch über die Regeln beim Besuch eines jüdischen Friedhofs informiert. Durch die Kombination der Infotafel mit einer Cortenstahlplatte als Hintergrund, und deren Anordnung in unmittelbarer Nähe zu den noch existierenden Resten eines Torflügels, ist ein Ensemble entstanden, das dem Charakter des Ortes in würdevoller Weise gerecht wird. Dies ist das Ergebnis einer konstruktiven Zusammenarbeit zwischen der Ortsgemeinde und den beiden Jugenheimer Bürgern, Dr. Wolfgang Hoppe und Ottmar Befard.

Die Tafel kommt dem Wunsch vieler Bürgerinnen und Bürger entgegen, bereits vor Ort über die Bedeutung dieses wichtigen Jugenheimer Kulturerbes „Jüdischer Friedhof“ informiert zu werden. Ein QR-Code ermöglicht zudem einen vertiefenden Einblick in die Bedeutung der in den vergangenen Jahrhunderten für die Region entwickelten Grabstätte und des jüdischen Lebens in Jugenheim überhaupt.

Bürgermeister Herbert Petri bedankte sich bei den beiden Aktiven für die professionelle Umsetzung dieser Initiative und gab seinem Wunsch Ausdruck, eine offizielle Einweihung im nächsten Jahr durchführen zu können.

Herbert Petri
Ortsbürgermeister