Halbtagesfahrt der Jugenheimer Seniorinnen und Senioren nach Weinheim

Bei frühlingshaften Temperaturen fuhr eine Gruppe gut gelaunter Senioren im bequemen Reisebus am 30. April nach Weinheim an der Bergstraße.

Zwar sollte Weinheim das einzige Ziel bleiben, aber Weinheim bietet vieles, was den Halbtagesausflug mehr als lohnend machte.

Als erstes stand der Hermannshof auf dem Programm. Dieser Schau- und Sichtungsgarten, als was ihn die etwas sperrige offizielle Bezeichnung ausweist, ist eine mehr als 200 Jahre alte Anlage mit über 2000 Staudenarten. Was uns dort erwartete, kann man nur beschreiben als einen Rausch der Farben, Formen und Düfte: spätblühende Tulpen in wunderbaren Farb- und Pflanzenkombinationen, Strauchpäonien mit ihren handtellergroßen Blüten der Hingucker schlechthin, aber als Höhepunkt der duftende Blütenvorhang der Glyzinienpergola. Nur schwer konnte man sich losreißen, aber schließlich waren in einem nahegelegenen Café am Marktplatz Plätze für uns reserviert.

Nach einer ausgiebigen Kaffeepause konnte man an einer Führung rund um das Weinheimer Schloss und den angrenzenden Schlosspark teilnehmen, alternativ aber auch einen Bummel durch das hübsche Fachwerkstädtchen machen.

Auf dem eineinhalbstündigen Rundgang vom Marktplatz über das Schloss, das heute als Sitz der Stadtverwaltung dient, und dem großzügigen Schlosspark, vermittelte uns der Gästeführer auf kundige und humorvolle Weise einen Einblick in die wechselhafte Geschichte Weinheims und den Kurfürsten Ottheinrich, der in der Kurpfalz die Reformation einführte, ein großzügiger Förderer der Wissenschaft war und eine der bedeutendsten Bibliotheken seiner Zeit gründete. Ein paar eingestreute Anekdoten über den sehr beleibten Kurfürsten und dessen sowohl kulinarischen als auch alchemistischen Ambitionen malten ein buntes Bild dieser für die Kurpfalz wichtigen Zeit. Ein Spaziergang durch den Schlosspark, der außer der größten Libanon-Zeder Deutschlands weitere eindrucksvolle Baumveteranen beherbergt, und ein kurzer Einblick in den angrenzenden Exotenwald, in dem Riesenmammutbäume aus dem 19. Jahrhundert stehen, rundete den spannenden und kurzweiligen Rundgang ab.

Die Zeit verging wie im Flug, und angefüllt mit vielen Eindrücken und geselligem Beisammensein haben wir um 18 Uhr die Heimreise angetreten.

Seniorenbeirat
Margot Maslowski / Hildegund Heucher